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130 Arbeiterinnen bei STP erhielten Zertifikate nach sechswöchiger Zusatzqualifizierung

16.11.2001

130 Arbeiterinnen bei STP erhielten Zertifikate nach sechswöchiger Zusatzqualifizierung

130 Mitarbeiterinnen der Firma STP haben ein Zertifikat über eine absolvierte Weiterbildung bekommen. Der Leiterplattenproduzent hat die Zeit der Kurzarbeit genutzt und seinen an- und ungelernten Mitarbeiterinnen zusammen mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS)eine Anpassungsqualifizierung von sechs Wochen Dauer angeboten.

Die Kurse umfassten unter anderem fachliche Schulungen in der Mechanik, der Elektrik und Elektronik, einen PC-Grundkurs oder einen Kurs über Qualitätssicherung. Ergänzt wurden sie um zweitägige Schulungen, die sich mit den Themen Teamarbeit und Konfliktbewältigung im Betrieb befassten. Die Besonderheit: Neben der fachlichen Qualifizierung gehörte zu der Bildungsmaßnahme ein umfassendes Unterstützungsprogramm für die Teilnehmerinnen, das sogenannte Mentoring. Betriebsinterne Mentorinnen sowie die bei der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) angesiedelte Koordinierungsstelle „Mentoring“ standen den Teilnehmerinnen bei inhaltlichen wie organisatorischen Fragen zur Seite. Den Sinn dieser Maßnahme brachte eine Teilnehmerin auf den Punkt: „Frauen können genau so gut drehen, bohren und feilen wie Männer. Sie müssen sich nur trauen.“
Von den 280 an- und ungelernten Mitarbeiterinnen des Unternehmens haben sich nach einer Informationsveranstaltung 130 Frauen zur Teilnahme an dem Programm entschieden. Die Durchführung wurde dabei auf die Verhältnisse im Betrieb zugeschnitten. So sind die Kurse in allen Schichten, einschließlich der Nachtschicht angeboten worden.

„Wir waren sehr positiv überrascht über die ungeheuer große Resonanz auf unser Qualifizierungsangebot“, sagt Gerd Reitzig, Personalleiter bei STP, „dieses Interesse muss genutzt weden!“ Das Unternehmen hat bei einer Teilbetriebsversammlung den Frauen das Angebot gemacht, nun entweder eine betriebsinterne Aufstiegsqualifizierung oder eine berufsbegleitende Ausbildung zur Facharbeiterin anzuschließen.

Das Programm verbindet laut WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg „auf ideale Weise den arbeitsmarktpolitischen mit dem wirtschaftspolitischen Ansatz, weil die Unternehmen interne Personal- und Qualifikationsreserven erschließen und etwas gegen den Fachkräftemangel tun können.“

Eingebettet sind die Qualifizierungsmaßnahmen bei STP in das bundesweit einmalige Modellprojekt „Mentoring für gering qualifizierte Frauen“ der WRS. Unterstützt durch Mittel aus dem europäischen Sozialfonds, möchte dieses Projekt eine traditionell bildungsferne Schicht zur beruflichen Weiterbildung motivieren, um möglicher Arbeitslosigkeit vorzubeugen. Das Projekt läuft bis Dezember 2003. Interessierte Unternehmen können noch teilnehmen. Anlaufadresse ist die Koordinierungsstelle Mentoring bei der WRS (Telefon 22835-47) oder E-Mail mentoring(at)region-stuttgart.de.

Quelle: Sindelfinger Zeitung