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FAQ

Welche Kosten entstehen für das Unternehmen?

Kosten entstehen für den Unterricht beim Bildungsträger. Weitere Kosten entstehen durch die Freistellung der Teilnehmerinnen während der Unterrichtszeit. Ferner sind bei Berufsabschlüssen Prüfungskosten zu entrichten.

Lohnt sich das?

Ja! Qualifizierte Mitarbeiterinnen arbeiten selbstständiger und eigenverantwortlicher und können flexibler eingesetzt werden. Qualifizierung trägt damit zur betrieblichen Prozessoptimierung bei.
Wer eigene, betriebserfahrene Mitarbeiter fortbildet spart Einstellungs- und Einarbeitungskosten. Eventuelle Kündigungen aufgrund zu geringer Qualifikation können so vermieden werden. Erfahrungsgemäß steigt mit Qualifizierungsmaßnahmen die Bereitschaft zu weiterer Fortbildung im Unternehmen. Darüber hinaus sind Bildungs- und frauenfördernde Maßnahmen gut für das Image des Unternehmens.

Was habe ich als Mitarbeiterin davon?

Qualifizierungen stärken das Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Ich verstehe technische und betriebliche Abläufe besser und kann selbstständiger arbeiten. Mit einem Berufsabschluss oder Zertifikat bin ich besser ausgebildet, kann verantwortungsvollere und vielseitigere Aufgaben übernehmen und trage damit zu meiner Arbeitsplatzsicherheit bei. Bei Umstrukturierungen bin ich auch auf anderen Arbeitsplätzen einsetzbar. Mit einer Qualifizierung ist die Chance, in eine höhere Lohngruppe aufzusteigen, größer. Sollte ich trotzdem meinen Arbeitsplatz verlieren, habe ich mit einem Berufsabschluss oder Zertifikat deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Wer trägt die Kosten?

Normalerweise trägt das Unternehmen die Kosten und beteiligt die Teilnehmerinnen mit einem geringen Anteil. In den Projekten betrug der Eigenanteil 5%. Dies ist auch im Hinblick auf die Ernsthaftigkeit der Teilnahme sinnvoll.
Was ist wenn die Absolventinnen das Unternehmen dann verlassen?
Es lässt sich vertraglich regeln, wie die Absolventinnen im Falle eines frühzeitigen Ausscheidens aus dem Unternehmen an den Kosten der Maßnahme beteiligt werden können. Erfahrungsgemäß stärken Qualifizierungen aber die Bindung an das Unternehmen. Grundsätzlich ist die Gruppe der gering Qualifizierten besonders wohnort- und betriebstreu, deshalb lohnen sich Investitionen hier ganz besonders.

Sind solche Qualifizierungsmaßnahmen nur für Frauen?

Nein! Natürlich nicht. Die in den vergangen Projekten gemachten Erfahrungen beziehen sich allerdings auf die spezielle Situation von Frauen. Der Anteil an- und ungelernter ist bei den Frauen höher als bei den Männern. Deshalb liegt hier ein großes Potential.
Selbstverständlich können und sollen auch gering qualifizierte Männer weiterqualifiziert werden.

Wie ist das mit dem Mentoring?

Mentoring als Unterstützung hat sich als sehr nützlich erwiesen und trägt wesentlich zu Motivation und zum Durchhalten bei. Die Mentorin/der Mentor ist eine engagierte Vertrauensperson im Betrieb, z.B. eine Betriebsrätin. Direkte Vorgesetze sollten nicht Mentor/Mentorin sein. Die Mentorin/der Mentor ist im Idealfall Ansprechpartner/in für alle organisatorischen und persönlichen Fragen, die mit der Weiterbildung zusammenhängen. Hilfreich hat sich erwiesen, dass regelmäßige Gesprächsangebote gemacht werden.

Was bedeutet Nachqualifizierung?

Die Nachqualifizierung ist die Vorbereitung auf die Facharbeiterprüfung. Im Rahmen einer Nachqualifizierung können Berufstätige mit mehrjähriger Praxiserfahrung einen Berufsabschluss nachholen.
Die Teilnahme an einer Nachqualifizierung in einem Beruf kann nur erfolgen, wenn eine Zulassung zur Prüfung von der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) vorliegt. Die Zulassung erfolgt nach § 40.2 BBiG:
„Zur Abschlussprüfung ist auch zugelassen, wer nachweist, dass er mindestens das Zweifache der Zeit, die als Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, in dem Beruf tätig gewesen ist, in dem er die Prüfung ablegen will. Hiervon kann abgesehen werden, wenn durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft dargetan wird, dass der Bewerber Kenntnisse und Fertigkeiten erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.“

In unserem Unternehmen sind viele ältere und ausländische Mitarbeiterinnen beschäftigt. Kann ich von diesen Mitarbeiterinnen Interesse an Weiterbildung erwarten?

Ja! In den Projekten wurden über 20% der Berufsabschlüsse von erfahrenen und hochmotivierten Frauen über 45 Jahre erworben. Ein Drittel aller Teilnehmerinnen waren nicht deutscher Herkunft. Viele hatten Abschlüsse aus dem Heimatland, die hier nicht anerkannt sind und waren sehr motiviert.
Nutzen Sie deren Erfahrung und Motivation!

Wer bietet solche Qualifizierungen an?

Qualifizierungen werden von verschiedenen Bildungsträgern angeboten. Bildungsträger in Baden-Württemberg finden Sie in der Bildungsanbieter-Datenbank unter www.fortbildung-bw.de.
Die Auswahl von Bildungsträger und Lehrpersonal ist entscheidend für den Erfolg der Maßnahme. Der Bildungsträger sollte Erfahrung in der Erwachsenenbildung haben und bereit sein, die Bildungsinhalte zielgruppengerecht zu vermitteln.

In unserem Unternehmen gibt es zu wenig Kandidatinnen um einen Kurs zu füllen.

Sprechen Sie mit einem Bildungsträger. Bewegen Sie andere Unternehmen in der Region, die einen ähnlichen Bedarf haben, zur Mitwirkung.

Was besagt § 40.2 BBiG?

Zulassung in besonderen Fällen
(2) Zur Abschlussprüfung ist auch zuzulassen, wer nachweist, dass er mindestens das Zweifache der Zeit, die als Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, in dem Beruf tätig gewesen ist, in dem er die Prüfung ablegen will. Hiervon kann abgesehen werden, wenn durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft dargetan wird, dass der Bewerber Kenntnisse und Fertigkeiten erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.